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Fünfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Fünfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Fünfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
© pixabay

Tagesgebet

Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
als die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Gib uns die Kraft,
dieses Gebot treu zu befolgen,
damit wir das ewige Leben erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.

Evangelium (Mk 9, 30–37)

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er belehrte seine Jünger und sagte zu ihnen:
Der Menschensohn wird in die Hände von Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
Aber sie verstanden das Wort nicht, fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafárnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie:
Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen?
Sie schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen:
Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

© Pixybay

Impuls unserer Pastoralreferentin Juliane Schaad

Der Weg bis zum Boden ist weit und er fängt im Kopf an. Dienen, echtes uneigennütziges Dienen ist schwer. Ich überlege: Wann beug ich mich auf den Boden? Wenn mir etwas runtergefallen ist, antwortet mein Kollege, den ich frage. Wenn ich einen Stolperstein sehe, der an die aus diesem Haus im Krieg verstorbenen Menschen erinnert, sagt er weiter. Ein schönes Zeichen, finde ich. Wir verbeugen uns vor denen, die gestorben sind aufgrund ihrer Einstellung, Religion, Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Wir kennen das aus der Geschichte: der Sklave verbeugt sich vor seinem Herrn. Im Gottesdienst oder wenn wir eine Kirche besuchen, machen wir eine Kniebeuge oder eine Verneigung vor dem „Allerheiligsten“. Dienen mit diesem Erkennungsmerkmal hat Jesus angeeckt. Perspektivwechsel. Einer, der herausfordert. Wenn ich diene (lateinisch ministrare – Wortstamm von Minister), stelle ich meine Interessen hinter/unter die eines anderen. Ich nehme mich zurück und stelle eine andere/einen anderen in die Mitte; so wie Jesus das Kind im Evangelium. Ich beuge mich und lasse eine andere/einen anderen groß sein. „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“, sagt Jesus. Klein machen, um groß zu sein. Wahre Stärke liegt darin schwach sein zu können, sagt ein Sprichwort. Das Kind in die Mitte. Stellvertretend für alle, die leicht übersehen werden, selber im Hintergrund stehen, wenig Fürsprecher*innen haben, keine Lobby, wenig Ansehen. Dienen erfordert Übung. Der Weg bis zum Boden ist weit und fängt im Kopf an. Wer verstanden hat, dass ich mich nicht selbst groß machen muss, weil ich bei Gott schon lange groß bin, braucht nicht um den Thron zu streiten. Wer die andere/den anderen sehen will, wie Gott sie/ihn sieht, fängt an zuzuhören, hinzuschauen und dann ist dienen kein Buckeln, sondern Tun aus Respekt, Achtung und Liebe. „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.“

Das Heil des Volkes bin ich – so spricht der Herr.
In jeder Not, aus der sie zu mir rufen, will ich sie erhören.
Ich will ihr Herr sein für alle Zeit.

Juliane Schaad
Pastoralreferentin
Erbsengasse 365795Hattersheim
Tel.:06190 8879518

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