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MiniKIRCHE im Advent

Eine Geschichte zum Vorlesen und Anschauen
MiniKIRCHE im Advent
MiniKIRCHE im Advent
© St. Martinus Sonja Schaefer

Liebe Kinder, liebe Eltern,

leider muss im Advent die MiniKIRCHE auf der Picknickdecke ausfallen.

Aber Ben möchte euch gern eine Geschichte erzählen und damit die Zeit bis Weihnachten etwas verkürzen.

Viel Spaß!

 

Geschichte gekürzt aus:

Die vier Lichter des Hirten Simon

eine Weihnachtsgeschichte von Gerda Marie Scheidl und Marcus Pfister

 

© St. Martinus MM

Der kleine Hirte Simon hatte ein kleines weißes Lamm, das er sehr liebte. Dieses Lamm ist eines Tages verloren gegangen. Simon möchte sofort loslaufen und sein Lamm suchen, obwohl es bereits dunkel ist.

Der Hirte Jakob machte sich Sorgen, Simon ganz alleine gehen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

© St. Martinus MM

So ging er in seine Kammer und holte die Laterne mit den vier Lichtern. Vor vielen Jahren hatte er die Laterne von einem Wanderer geschenkt bekommen mit den Worten:

"Sie werden dem im Dunkeln leuchten, der in Not ist."

Er gab sie Simon und sagte: "Pass gut auf die Lichter auf, dann werden sie dir den Weg leuchten."

Simon bedankte sich, nahm die Laterne mit den vier Lichtern und sie leuchtete ganz hell auf. Zuversichtlich machte er sich auf den Weg, sein Lamm zu suchen.

Er suchte die ganze Nacht und den ganzen Tag, doch er konnte sein Lamm nirgends finden. Fast gab er die Hoffnung schon auf.

Doch da bewegte sich etwas hinter einem Felsen, ob das sein kleines Lamm war?

© St. Martinus MM

Da sagte eine tiefe Männerstimme. "Was suchst du?"  Vor Simon stand ein großer Mann. Simon erschrak. "Ich suche mein Lamm", sagte er und wollte schnell davonlaufen.

"Du brauchst keine Angst vor mir zu haben" , sagte der Mann. "Du musst zum Olivenhain gehen, da habe ich ein Lamm gesehen".

Simon freute sich. "Du hast mein Lamm gefunden. Danke. Kann ich dir irgendwie helfen?" "Helfen? Mir kann niemand helfen, mein Weg ist im Dunkeln", sagte der Mann leise.

Da hielt Simon im eines seiner LIchter hin. "Hier nimm es, es wird deinen Weg erhellen. Was soll ich mit vier Lichtern, wenn du keines hast. Drei Lichter sind genug für mich."

"Danke, du bist der erste Mensch, der freundlich zu mir ist." freute sich der Mann. Denn er war ein Dieb.

 

© St. Martinus Hattersheim MM

Simon suchte weiter sein Lamm. In einer Höhle regte sich etwas, ob das sein Lamm war? Er rannte hin. Nein, es war ein Wolf.

Der Wolf winselte und leckte seine Pfote, weil er verwundet war. Simon sah die blutende Wunde, riss ein Stück Stoff von seinem Mantel ab und verband ihn vorsichtig.

Dann wollte er weitergehen und sein Lamm suchen, Doch der Wolf zerrte an seinem Mantel und wollte ihn nicht gehen lassen.

"Ich kann nicht bei dir bleiben, Ich muss mein Lamm suchen. Vielleicht braucht es meine Hilfe, wie du." sagte Simon.

Nach kurzem Überlegen stellte er ein Licht neben den Wolf. "Hier, Wolf, hast du ein Licht. Es wird dich wärmen. Zwei Lichter sind genug für mich."

Dankbar blickte der Wolf ihm nach.

© St. Martinus MM

Simon irrte weiter umher, bis er in eine Stadt kam. Ein Bettler rief ihm zu "Eine kleine Gabe! eine kleine Gabe!"

"Ich habe doch selber nichts. Ich suche nur mein Lamm. Hast du es gesehen?"

"Nein, ich sehe nur Hunger und Not. Ich lebe draußen in der finsteren kalten Grotte." antwortete der Bettler.

"Hier nimm wenigstens dieses Licht von mir" sagte Simon. "Es wird dir etwas Wärme und Licht geben." Der alte Mann stand auf. "Danke. Hoffentlich findest du bald dein Lamm."

Und jeder ging seinen Weg.

 

 

 

© St. Martinus MM

Vergeblich hatte Simon überall gesucht und rumgefragt. Keiner hatte sein Lamm gesehen. Er war entmutigt. Sein letztes Licht leuchtete auch nur noch ganz schwach.

Da entdeckte er ein Licht in einem Stall. Er ging darauf zu und trat zögernd ein.

Da schimmerte etwas weiß im Halbdunkel. Es war sein Lamm!

"Komm näher" sagte eine freundliche Stimme. Dann sah er ein Kind. Es lag auf Stroh, ganz dicht bei seinem Lamm. Simon kniete nieder und schenkte dem Kind sein letztes Licht. Die Flamme glühte nur noch schwach.

Doch plötzlich flammte das Licht auf und erfüllte den Raum mit einem hellen festlichem Glanz und am Himmel strahlten die Sterne heller und heller bis zu den Hirten auf dem Feld.

 

Simon hat seine Lichter verschenkt und damit das Leben anderer Menschen etwas heller und schöner gemacht. An Weihnachten feiern wir, dass Jesus für uns Menschen in die Welt kam und uns ein Licht sein will und unser Leben heller und schöner machen möchte. Auch wir können Licht sein für andere Menschen und andere froh machen.

 

Ben und das Team der MiniKIRCHE wünscht allen Kindern und Familien

Frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes glückliches Jahr 2022

 

 

 

© St. Martinus MM

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