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23. Sonntag im Jahreskreis

23. Sonntag im Jahreskreis
23. Sonntag im Jahreskreis
© pixabay

Tagesgebet

Gütiger Gott, du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.

Evangelium Mt 18, 15–20

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde!
Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet,
das wird auch im Himmel gelöst sein.
Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

 

© Brad Neathery auf pfarrbriefservice.de

Geistlicher Impuls unseres Diakons Jürgen Rottloff

Liebe Schwestern und Brüder,

ist es Ihnen nicht auch schon passiert, dass Sie über Menschen gesprochen haben, die nicht anwesend waren, besonders dann, wenn man etwas über sie in Erfahrung gebracht hatte. Ich höre immer wieder von solchen Geschehnissen, aber am meisten ist mir das bei Kindern aufgefallen.

Da haben Schüler über andere etwas ausgeplaudert, was sie nicht sollten. Wenn ich sowas erzählt bekommen habe, versuchte ich immer zu sagen, dass man nicht petzten oder jemanden verraten sollte. Warum tun Kinder das?
Ich glaube, sie möchten die Fehler der anderen für sich selber nutzen, um in einem besseren Licht dazustehen.
Doch das ist sicher nicht immer der Grund, warum sie so handeln. Sie möchten von der Mutter, dem Vater oder Lehrer Aufmerksamkeit oder Hilfe erlangen. Besonders dann, wenn Kinder von anderen geschlagen, gemobbt oder unterdrückt werden. Manchmal ist es aber auch wichtig zwischen den Zeilen zu hören, um herauszufinden, ob Hilfe gebraucht wird.
Auch als Kind habe ich selber solche Erfahrungen gemacht und ich kann mich gut daran erinnern, dass Mama und/oder Papa oft mein letzter Anker waren. Sie standen mir zur Seite, gaben Tipps, wie ich mich in Zukunft verhalten sollte, um nicht wieder in eine solche Situation zu geraten.
Man könnte meinen, dass man mit dem älter werden selber zu sich und seiner Meinung stehen kann.
Und im jetzt und heute tun wir dies. Wir tuscheln oder machen Stimmung gegen Menschen, die wir nicht mögen, oder die sich nach unseren eigenen Vorstellungen verhalten haben. Da fallen dann auch schon Sätze wie: „Hast du schon gehört, was der/die wieder gemacht hat?“ „Das sollte abgestellt werden!“ „So geht das nicht!“
Und wenn man/frau nicht erfahren soll, wer das Ganze dann ins Rollen gebracht hat, heißt es dann: „Sagen Sie das aber bitte nicht weiter, dass das von mir kommt.“

Ähnliches können wir im Matthäusevangelium (18, 15-20) vom kommenden Sonntag lesen.

Jesus fordert uns auf, dass wir mit unseren Mitmenschen reden sollte, wenn etwas vorgefallen ist. Hingehen und ihn persönlich ansprechen. Es erst einmal selber klären, wenn mich etwas ärgert. Ein Vier-Augen-Gespräch führen.
Wenn das Gespräch nicht fruchtet, erst dann andere mit einbinden und versuchen, das Problem gemeinsam zu lösen.
Es ist besser, wenn wir miteinander reden und das Ärgernis oder die Ungereimtheiten aus dem Weg räumen, als übereinander zu reden.
Doch das können wir nur schaffen, wenn wir auch selber bereit sind, immer wieder auf andere zuzugehen und selber das Gespräch zu suchen. Auch mir gelingt dies nicht immer, denn manchmal spreche ich auch gerne über und von andern, anstatt sie ganz direkt anzusprechen.

Mit dem Evangeliumstext möchte uns Jesus wieder neu bewusst machen, dass wir nicht über sondern im gegenseitigen miteinander sprechen sollten. Gespräche zu führen im Sinne Jesu heißt: Nach Auseinandersetzungen den Mitmenschen neu für sich zu gewinnen und ihn nicht auszuschließen und zu verurteilen. Auch wir sollten bereit sein, kritikfähiger zu werden. Man könnte auch eine Kritik als kostenlose Beratung sehen, wenn sie konstruktiv und nicht verletzend ist.
Aber oft sind wir beim Austeilen besser als beim Einstecken.

Jesus muntert uns im Sonntagsevangelium auf, immer wieder daran zu arbeiten und Veränderungen. herbeizuführen. Hin zu einem guten Miteinander.

Ich lade Sie ein, sich darüber Ihre eigenen Gedanken zu machen.

Ihnen allen wünsche ich wunderbare Tage.
Ihr Jürgen Rottloff
Diakon

Herr, du bist gerecht, und deine Entscheide sind richtig.
Handle an deinem Knecht nach deiner Huld.

Ps 119 (118), 137.124
Jürgen Rottloff
Diakon
Buchenstraße 165795Hattersheim
Tel.:06190 88816320
Fax.:06190 8879525

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