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Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
© pixabay

Tagesgebet

Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Amen.

Evangelium (Mk 10, 17–27)

In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:
Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?
Jesus antwortete:
Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer der eine Gott. Du kennst doch die Gebote:
Du sollst nicht töten,
du sollst nicht die Ehe brechen,
du sollst nicht stehlen,
du sollst nicht falsch aussagen,
du sollst keinen Raub begehen;
ehre deinen Vater und deine Mutter!
Er erwiderte ihm:
Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.
Da sah ihn Jesus an, umarmte ihn und sagte:
Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen:
Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!
Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen:
Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Sie aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander:
Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte:
Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

Impuls unseres Gemeindereferenten Joachim Kahle

„…für Gott ist alles möglich!“

Liebe Gemeinde,
diesen Ausspruch haben sie bestimmt alle schon einmal gehört: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt“. , So haben wir gerade Jesus im Evangelium vom 28. Sonntag im Jahreskreis sagen hören – und die Jünger, die sicher nicht sonderlich reich waren, sind erschrocken. Wer kann dann noch gerettet werden, so fragen sie.
Und die Antwort Jesu lautete: Für Menschen ist das unmöglich. Aber nicht für Gott, denn für Gott ist alles möglich.
Und genau in diesem letzten Satz steckt die Frohe Botschaft dieses heutigen Evangeliums: Für Gott ist alles möglich. Und wir dürfen sicher sein: Gott wird auch alles Mögliche tun, damit wir Menschen am Ende ins Himmelreich kommen. Denn wir sind ihm doch wichtig.

© Peter Wilhelm, pixabay

Geschichte vom Kamel

Im Evangelium hat Jesus ein Bild und einen Vergleich genommen, den die Menschen damals, und wir heute ganz bestimmt auch, gut kennen. Schauen wir also noch einmal auf dieses schöne Bild, das Jesus da verwendet: Das große Kamel – und das kleine Tor in der Stadtmauer, das Nadelöhr, durch das es hindurch soll.
Ich habe mal eine kleine Geschichte gelesen, in der ein Mann von genau einer solchen Situation berichtet: Er sitzt vor einem solchen Stadttor, das klein und eng ist, damit man es in einem Kriegsfall gut verteidigen kann, und schaut dem Betrieb zu.
Und da kommt solch ein Kamel am Tor an – und es kann wirklich nicht hindurch, weil es zu viel mit sich herumträgt; weil es zu sehr beladen ist - und somit „zu reich“ ist.
Aber das Kamel muss hinein - weil es seinem Besitzer wertvoll ist; es gehört doch zu seinem Besitz, zu seinem Vermögen. Er kann es unmöglich draußen ungeschützt stehen lassen.
Aber am Ende passt es doch hindurch - aber nicht, weil es das selbst geschafft hätte, sondern, so erzählt der Mann, weil der Herr des Tieres kommt und dem Kamel die Lasten nach und nach vom Rücken nimmt. Und wenn der Herr alles abgeladen hat und wenn er mit eigenen Händen all die Lasten durch das enge Tor hineingetragen hat, dann passt auch das Kamel hindurch - und es kann in die Sicherheit, die die Stadtmauern bieten.
Wie gesagt: Alleine schafft es das Kamel wirklich nicht. Aber es gibt ja noch diesen Herrn. Gott sei Dank. Und der sorgt dafür, dass das Kamel durch das Nadelöhr hindurch kommt und in Sicherheit ist.

Eine Einladung an uns

Für Menschen ist das unmöglich. Aber nicht für Gott; denn für Gott ist nichts unmöglich. Hören Sie die großartige Einladung, die in diesem Evangelium enthalten ist: Die Einladung, uns dem Herrn anzuvertrauen. Nicht nur auf das zu vertrauen, was wir so haben, was wir so besitzen und mit uns herumschleppen, sondern noch viel mehr auf Gott; auf einen Gott, der retten und helfen wird – egal wie belastet und wie schwer beladen wir auch sein mögen. Und der mit seinen eigenen Händen die Lasten von uns nimmt, damit wir nicht draußen vor der Tür stehen bleiben müssen.

Liebe Gemeinde,
vertrauen wir auf Gott, der für uns alles tun wird, damit wir durch das enge Tor hindurchpassen und dann bei ihm sind --- weil wir doch ihm gehören und weil wir ihm so kostbar und wertvoll sind, dass er uns nicht verlieren will.  Das wünsche ich uns allen!

Ihr Joachim Kahle

© familie234.de

Für die Kinder von St. Martinus

Ein reicher junger Mann kommt zu Jesus. Er möchte von Jesus wissen, wie er ins Himmelreich kommen kann.
Jesus sagt: Du sollst nicht töten. Du sollst nicht Ehe brechen. Du sollst nicht stehlen und nicht lügen. Du sollst deine Eltern ehren.
Das ist doch klar, sagt der junge Mann, das sind die Gebote. Ich habe sie immer schon eingehalten.
Jesus sagt: Dann verschenke alles Geld und verlass dich ganz auf Gott. Gott hat dich lieb. Er wird für dich sorgen, vertraue darauf.
Da wird der junge Mann traurig: Es ist schwer, alles Geld und alle Sicherheit aufzugeben. Nein, er kann und will sich nicht auf andere verlassen. Auch nicht auf Gott. Er geht weg.
Die Freunde von Jesus haben alles mit angehört. Sie sind bestürzt. Jesus merkt das und sagt zu ihnen: Die Liebe Gottes und das Himmelreich kann man nicht kaufen. Gott schenkt es. Verlasst euch darauf, dass Gott euch liebt und für euch sorgt.      (Efi Goebel)

So und jetzt ganz viel Spaß beim Ausmalen. Hier geht es lang zum Ausmalbild!
www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/.content/.galleries/ausmalbilder/B_28.So.pdf

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung, Gott Israels.

Ps 130 (129), 3–4
Joachim Kahle
Gemeindereferent
Erbsengasse 365795Hattersheim
Tel.:06190 8879512

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