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Am 1. Mai beginnt der Marienmonat

Am 1. Mai beginnt der Marienmonat
Am 1. Mai beginnt der Marienmonat
© Sonja Schaefer

Geistlicher Impuls zum Mai als Marienmonat

Nach alter Tradition wird im Monat Mai besonders der Gottes-Mutter Maria gedacht. Herrliche Lieder - die zu Herzen gehen - werden gesungen. Die „Marien-Altäre“ werden mit den Blumen geschmückt, die der Garten hergibt.
Die Wurzeln dieses Brauchtums, das seinen Höhepunkt im Zeitraum zwischen 1850 und 1950 hatte, reichen teilweise weit zurück und sind sehr vielschichtig. Ausgehend von Italien, Frankreich, der Schweiz und Österreich verbreitete sich die marianisch geprägte Maiandacht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland.

‚Verschiedenes vorchristliches Frühlingsbrauchtum wurde durch christliche Feiern aufgegriffen. Ursprünglich war das "Maigebet" eine Bitte um eine gute Ernte, ähnlich wie heute noch die Flurprozessionen ("Bitt-Tage") in denen wir Segen für die Felder und Früchte in dieser Jahreszeit erbitten. Sie wurden verbunden mit "Maipredigten", die den Stellenwert dieser Andachten hervorhoben. Die Maiandachten und die Maipredigten förderten darüber hinaus die marianische Volksfrömmigkeit, durch die in den Menschen eine emotionale Schicht erreicht wurde.‘ (vergl. www.ebfr.de)


Die Blumen und Blüten symbolisieren Maria in ihrer Gnadenfülle; sie wird als "die schönste Blume", die Maienkönigin besungen.
Maler und Bildhauer haben sich jahrhundertelang an den biblischen Texten inspiriert. Sie versuchten sich in die Frau hineinzufühlen, die Gottes Sohn zur Welt gebracht hat. Und sie ahnten die Größe ihres Glaubens und ihrer Liebe.
Können auch wir die Größe ihres Glaubens und ihre Liebe spüren und nachvollziehen, wenn wir von Maria, der Mutter Jesu, der Maienkönigin sprechen?
Welches Bild trage ich in mir: Ist es das Bild der schwarzen Madonna von Chartres, das liebliche Bild, das uns der Maler Lukas Cranach hinterlassen hat, die in prächtige Kleider gehüllte Statue von Einsiedeln, Maria Zell, oder eine ehrwürdige östliche Ikone? Oder ist es die junge, jüdische Frau mit ihrem Kopftuch? So hat wohl auch Maria ausgesehen. Vielleicht ist sie uns in einer leidvollen Zeit auch nahe wie die Schmerzensmutter unter dem Kreuz.

Beten wir gemeinsam das Gebet aus dem 4. Jahrhundert

Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern errette uns jederzeit aus allen Gefahren,
o du glorwürdige und gebendedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Führe uns zu deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinen Sohn.‘
Maria, Mutter, Schwester, Freundin, Fürbitterin Trösterin, bitte für uns. Amen.

 

 

© St. Martinus JSMarienfigur am Seitenaltar der Kirche St. Martin in Eddersheim
Jürgen Rottloff
Diakon
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