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Fünfter Sonntag im Jahreskreis

Fünfter Sonntag im Jahreskreis
Fünfter Sonntag im Jahreskreis
© pixabay

Tagesgebet

Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

© St. Martinus JSReste eines Hauses in Kafarnaum, von dem gesagt wird, dass dort die Schwiegermutter des Petrus gewohnt hat.

Evangelium (Mk 1, 29-39)

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

© St. Martinus JSUfer des See Genezareths in Kafarnaum

Impuls unserer Pastoralreferentin Juliane Schaad

Alltag mit Jesus. So ungefähr mag wohl ein Tag im Leben eines Jakobus, Johannes, Andreas oder Simon nach dem "Folge mir nach" im Evangelium des Sonntags vor 14 Tagen, ausgesehen haben, in der Zeit als sie mit Jesus durch das Land zogen. Unterwegs das Reich Gottes zu verkünden und seine Herrlichkeit zu verbreiten. Unterwegs in den Gegensätzen zwischen vollen Straßen und Häusern und der Einsamkeit in der Natur dazwischen. Hin und her gerissen zwischen den Wünschen und Ansprüchen der Menschen um sie herum und dem, was Jesus vorhatte. Alltag mit Jesus. Was eigentlich das entscheidende am Alltag mit Jesus ist, ist, dass am laufenden Band kleine und große Wunder geschehen, dass das Böse zurückgedrängt wird, das Gute Raum nimmt und Leid in Freude verwandelt wird. Jeder Schritt Jesu ist ein Schritt zum Heil zum Himmel auf Erden, zur Verherrlichung Gottes und Verwirklichung seines Reiches. Wie ist denn unser Alltag mit Jesus? Hier in Hattersheim, Eddersheim und Okriftel im Februar 2021. Ist die Vorstellung zu abstrakt, dass wir jeden Tag ebenso wie Jakobus, Johannes, Simon oder Andreas mit Jesus unterwegs sind, um ein Stück vom Himmel auf der Erde Wirklichkeit werden zu lassen, mitten in unserem Alltag, mitten in unserer Stadt mitten in dieser Zeit der Corona-Pandemie? Wo gibt es die kleinen heiligen Momente in unserem Tag, wo Gott – möglicherweise durch unsere Hilfe – Leid lindert und der Zuversicht, der Freude, der Hoffnung und der Liebe Platz verschafft? Wo spüre ich, dass Jesus neben mir steht und mit mir den nächsten Schritt tut? Wo finde ich Momente der Stille, in denen ich wie Jesus, Gott die Möglichkeit gebe mich zu stärken und mit mir zu sprechen? Immer noch abstrakt? Mir hilft es dann bisweilen mir ganz konkret vorzustellen, wie das denn wäre, wenn jetzt Jesus, aber auch Jakobus, Johannes, Andreas und Simon um mich herum wären, wo sie stehen, sitzen, liegen, gehen und was sie machen würden. Ob sie vielleicht jetzt gerade albern wären oder einen Witz erzählen würden, ob sie meine Hand nehmen und mich nach vorne ziehen oder von hinten schieben würden, wenn ich mich anstrengen muss oder ob sie einfach nur den Arm um meine Schulter legen oder mich angrinsen würden. Kann ich das glauben, dass Gott ganz real in und durch mein Leben wirkt? Dass durch mich ein Stück vom Himmel auf die Erde kommt? In vielen Momenten unseres Lebens, nicht nur der Taufe oder Firmung, haben wir alles von Gott erhalten, was es dazu braucht: die Kraft des Heiligen Geistes und mit ihr viele wertvolle Gaben und Talente. Das ist keine Floskel das ist Wirklichkeit: Gott ist da und er braucht uns, unsere Hände, Füße, unseren Mund, unseren Verstand und unser Herz, damit die Menschen auf dieser Welt Gottes Gegenwart erfahren und spüren können. Und wenn wir dies annehmen und leben wollen, so wird ein Tag mit Jesus unterwegs auch für uns Alltag.

Kommt, lasst uns niederfallen,
uns verneigen vor dem Herrn, unserem Schöpfer!
Denn er ist unser Gott.

Ps 95 (94), 6–7
Juliane Schaad
Pastoralreferentin
Buchenstr. 165795Hattersheim
Tel.:06190 88816330
Fax.:06190 8879525

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