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Texte zum 1. Adventssonntag

Texte zum 1. Adventssonntag
Texte zum 1. Adventssonntag
© Hans Heindl auf pfarrbriefservice.de

Tagesgebet

Herr, unser Gott,
alles steht in deiner Macht;
du schenkst das Wollen und das Vollbringen.
Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit
Christus entgegengehen
und uns durch Taten der Liebe
auf seine Ankunft vorbereiten,
damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,
wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.
Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

Evangelium(Mk 13, 24-37)

Jesus sprach zu seinen Jüngern:
In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

© Christel Holl, RPA-Verlag: RPP 2020/4

Dieses Bild der Künstlerin Christel Holl und 3 weitere ihrer Zeichnungen begleiten uns durch die Adventszeit. An jedem Adventssonntag können Sie in unseren 3 Kirchen eine neue Zeichnung sehen, die auch außerhalb der Gottesdienstzeiten zu entdecken sind.

Geistlicher Impuls unseres Gemeindereferenten Joachim Kahle

Advent – warten, hoffen, beten, wachsam sein

Liebe Gemeinde,
„Advent – warten, hoffen, beten, wachsam sein“, so lautet unser Leitwort in diesem Jahr. Der Advent ist vielfältig. Er spricht vom Warten auf Weihnachten. Besonders die Kinder warten auf die Geschenke und wir Großen darauf, ihnen endlich die Freude zu machen. Viele Menschen warten und hoffen auf Veränderungen, auf Frieden, auf Versöhnung in den Familien und der ganzen Welt. Und die Luft ist voll von Liedern, von gesungenen Gebeten, wenn die erste Kerze brennt. Der Advent klingt und duftet, lebt von Erinnerungen, vom Geschäft und von Stimmungen, lebt von den Kinderaugen und vielen Wünschen, von Hetze und Rennen, Suchen und Wählen, von Sehnsucht nach der Familie und Kerzenschein.
Vielleicht können wir durch diese Vielfältigkeit doch auch wieder zum Kern des Advents kommen und diese wichtige Zeit neu entdecken, sodass wir wartend und hoffend das Fest der Geburt Jesu vorbereiten.

Doch gerade die Coronazeit, in der wir leben, setzt uns allen starke Grenzen und verändert die Gestaltung dieser Zeit. Die meisten Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Alle Restaurants und Cafes sind geschlossen. In den Kaufhäusern gelten strenge Abstandsregeln, die Advents- und Weihnachtsfeiern der Betriebe sind, wenn überhaupt noch, nicht leicht zu organisieren. Werden sie kleiner oder so wie es aussieht ganz ausfallen? Wie können im Kindergarten und in der Schule die Weihnachtsfeiern und Krippenspiele stattfinden?
Plötzlich sind die erwarteten Erfahrungen, „es war doch immer so“, nicht mehr möglich.
Es sind ernste Überlegungen, weil es eben nicht nur um eine beliebige Tradition geht, sondern um eine prägende Erfahrung, die in der Sehnsucht deutlich wird, dass doch am Weihnachtstag die Waffen schweigen sollen. Die Adventszeit hat auch einen herausfordernden Klang. Sie hat sich nicht grundlos so vielfältig ausgestaltet.

Daher meine Frage: Was ist uns also wichtig? Was können wir tun? Können wir den sicherlich auch vermarkteten adventlichen Zeichen – dem darunter versteckten Brauchtum – noch eine neue Aussagekraft entlocken? Mit diesen Zeichen eine Botschaft von Weihnachten vorbereiten? Wird es uns allen gelingen, diese Zeit des Advents intensiver und mit Freude zu gestalten, sodass sie ein Weg hin zum Weihnachtsfest wird?
Es braucht vermehrt Disziplin, um den Abstand zu halten. Wir müssen bewusst nacheinander etwas tun. Dadurch werden Warten, Schauen und Hören geschult und als Haltungen eingeübt. Haltungen, die gerade im Advent einen wichtigen Platz haben sollten.

Davon spricht auch der Evangelist Markus, dessen Evangelium wir ab dem 1. Advent, an den Sonntagen im Gottesdienst hören. Er spricht neben den Haltungen Warten, Schauen und Hören eine weitere ganz wichtig Grundhaltung an: die Wachsamkeit.
Diakon Dr. Andreas Bell aus Köln schreibt dazu:   Da könnte man sich ja wirklich fürchten: Eines Nachts, man schläft selig und mit vollem Bauch, steht der Herrgott vor der Tür. Anstatt dass wir … ja, was eigentlich? Wachen ist nicht das Gegenteil von Schlafen, sondern heißt aufmerksam zu sein.
Wachen erfordert Sensibilität und Achtsamkeit, also die ständige Frage: Was brauchen die Menschen um mich herum von mir? Wie geht es ihnen in meiner Gegenwart? Und was brauche ich selbst? Wie geht es mir wirklich? Auf diese Weise ist Wachsamkeit die grundsätzliche Lebensweise eines Glaubenden. Denn der Glaube an Gottes grenzenlose Liebe macht Menschen fähig, selber liebevoll und aufmerksam mit ihren Mitmenschen umzugehen. Wer sich Gottes unüberbietbare Liebe gerne gefallen lässt, der kann sich anderen Menschen zuwenden, ohne dabei Angst zu haben, selber zu kurz zu kommen. Wohlgemerkt: Wir müssen uns durch Wachbleiben nichts bei Gott verdienen. Es ist ja genau umgekehrt: Gottes Liebe zu uns bewirkt genau, dass wir gerne wachsam sind und gar nicht anders können“.

Unser diesjähriger Pfarrbrief zu Weihnachten hat das Leitwort:  „Mit Hoffnung weiter gehen“. Es ist mehr als nur ein Leitwort, es möchte uns wieder neu den Blick nach vorne öffnen. Es möchte uns alle motivieren, nicht vor lauter Einschränkungen und Abstandsregeln, die Hoffnung auf eine veränderte Zukunft hin zu verlieren. Freuen sie sich jetzt schon auf diesen lebendigen und hoffnungsvollen Pfarrbrief, der in diesen Tagen an alle Gemeindemitglieder verteilt wird.

Ich wünsche uns allen, Freude am gemeinsamen adventlichen Weg, Kreativität und Mut, leibhaftig und ganzheitlich, trotz aller Einschränkungen, die Zeit neu zu erleben.
Advent – warten, hoffen, beten – und wachsam sein. Wenn uns dies wieder neu gelingt, ist es mehr als ein Wunsch, dass die frohe Botschaft aufleuchten kann, die in unseren Herzen voller Hoffnung klingt:
Jesus wird geboren, der Heiland und der Retter, für uns hier in Hattersheim und für die ganze Welt.

Lassen Sie uns gemeinsam die vor uns liegende Adventszeit neu erleben.

Ihr Joachim Kahle

© Michael Wittenbruch in: pfarrbriefservice.de

Für die Kinder von St. Martinus

Advent ist eine Warte-Zeit. Die Bibel erzählt davon, wie die Menschen damals auf die Geburt des Messias gewartet haben. Wir Christen glauben, dass dieser Retter Jesu ist, der im Stall von Bethlehem geboren wurde. Jesus hat uns auch versprochen, dass er eines Tages wiederkommen wird und die ganze Welt heil und froh machen wird. Wann dies sein wird, das weiß niemand außer Gott im Himmel. Darum benutzt Jesus das Bild von einem Türhüter und sagt allen: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.“ Jesus möchte uns Mut machen, dass wir immer so leben, wie es gut ist.   (Martin Bartsch)

Viel Spaß beim Ausmalen! Dabei könnt ihr dieses Lied hören und gemeinsam mit eurer Familie mitsingen.
www.youtube.com/watch

Euer Gemeindereferent Joachim Kahle

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, dir vertraue ich.
Lass mich nicht scheitern, lass meine Feinde nicht triumphieren!
Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.

Ps 25 (24), 1-3
Joachim Kahle
Gemeindereferent
Erbsengasse 365795Hattersheim
Tel.:06190 8879512
Fax.:06190 8879525

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