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Texte zum 1. Sonntag nach Weihnachten

Texte zum 1. Sonntag nach Weihnachten
Texte zum 1. Sonntag nach Weihnachten
© Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de

Tagesgebet

Herr, unser Gott, in der Heiligen Familie hast du uns ein leuchtendes Vorbild geschenkt. Gib unseren Familien die Gnade, dass auch sie in Frömmigkeit und Eintracht leben und einander in der Liebe verbunden bleiben. Führe uns alle zur ewigen Gemeinschaft in deinem Vaterhaus. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Evangelium (Lk 2, 22-40)

Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn: »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben«. Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird –und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm.

© Pixabay

Impus unserer Pastoralreferentin Juliane Schaad

„Völlig anders als erwartet, so kommt Gott zur Welt. Überrascht uns mit sich selber, wie es ihm gefällt.“ (Liedtext von Martin Buchholz)

Von verschiedensten Menschen, die in dem Kind in der Krippe Gott begegnet sind, hören wir in den Lesungstexten dieser Tage. Da sind als Erstes Maria und Josef selbst, dann die Hirten, irgendwann die Könige und eben im heutigen Evangelium Simeon und Hanna. Interessanterweise scheinen die Beiden davon gar nicht überrascht zu sein, dass der Messias, der Heiland, das Licht der Völker, plötzlich im Tempel auftaucht und das auch noch als neugeborener Säugling im Arm seiner Eltern. Ich stelle mir das so vor, dass Simeons und Hannas Gefühlssensoren durch den häufigen Aufenthalt im Tempel und Gebetskontakt mit Gott auf der himmlischen Frequenz eingestellt waren und daher sofort gespürt haben, wer da vor ihnen in den Armen seiner Eltern liegt.

Ist es nicht manchmal so in unserem Leben, dass wir empfänglicher für die feinen Schwingungen des Lebens sind und manchmal nicht und dass das damit zu tun hat, wo wir sind, wem wir begegnen und womit wir uns beschäftigen. Simeons und Hannas Alltag war davon geprägt im Gebet und in Verbindung mit Gott zu sein. So war es für sie wunderbar, aber weniger überraschend, dass der Messias greifbar und lebendig in ihr Leben tritt.

Rechnen wir selbst damit, dass der Herr greifbar in unser Leben kommt? Funken wir auf einer Frequenz, die uns die Schwingungen des Himmels empfangen lässt und sind in Kontakt mit Gott? Rechnen wir damit, dass Wunderbares passiert in unserem eigenen Leben? „Völlig anders als erwartet, so kommt Gott zur Welt. Überrascht uns mit sich selber, wie es ihm gefällt.“ Wie erging es Ihnen an diesem Weihnachtsfest? Konnten Sie spüren: Gott ist da! Und: Dass Gott mich trägt, ich ihm wichtig bin und er mich nicht alleine lässt? Konnten Sie erleben, dass die Botschaft von Weihnachten Licht bringt in unsere Welt und dieses für viele so schwierige Jahr 2020? Haben Sie erfahren, dass Gott uns mit sich selber überrascht, wie es ihm gefällt? Ich wünsche es Ihnen von Herzen. In der katholischen Kirche feiern wir die Ankunft Gottes in unsere Welt nicht nur an den Weihnachtsfeiertagen, sondern besonders in den acht Tagen nach Weihnachten und bis zum Sonntag, Taufe des Herrn, dem Sonntag nach dem Fest Erscheinung des Herrn (Dreikönig) am 06.01. Bis dahin geht die Weihnachtszeit und können wir uns auch weiter "Frohe Weihnachten" wünschen. Bis dahin sind auch weiter unsere Kirchen tagsüber zum Krippenbesuch geöffnet (Öffnungszeiten entnehmen Sie bitten den Veröffentlichungen) und kann weiter das Wunder von Weihnachten mit den Augen und dem Herzen bestaunt werden. Herzliche Einladung dazu!

„Völlig anders als erwartet, so kommt Gott zur Welt. Überrascht uns mit sich selber, wie es ihm gefällt.“  

 Frohe Weihnachten! Ihre Juliane Schaad

Die Hirten eilten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in einer Krippe lag.

Lk 2,16

Das Gebet des Simeon in Lk 2.29-32 ist als "Nunc dimittis" , wie der Anfang in Latein lautet, als Canticum (Biblisches, meist gesungenes Gebet) fester Bestandteil der Komplet, dem letzten Gebet des Tages im Stundengebet der Kirche. Es hat eine feste Antiphon (Kehrvers): "Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen,/ und unser Schutz, wenn wir schlafen;/ damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden."

Nun läßt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für sein Volk Israel. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Juliane Schaad
Pastoralreferentin
Buchenstr. 165795Hattersheim
Tel.:06190 88816330
Fax.:06190 8879525

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