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Texte zum 2. Adventssonntag

Texte zum 2. Adventssonntag
Texte zum 2. Adventssonntag
SONY DSC © Hans Heindl; pfarrbriefservice.de

Tagesgebet

Allmächtiger und barmherziger Gott,
deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg.
Lass nicht zu,
dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern,
deinem Sohn entgegenzugehen.
Führe uns durch dein Wort und deine Gnade
zur Gemeinschaft mit ihm,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

Evangelium (Mk 1,1-8)

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes:
Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht:
Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.
Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete:
Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

© Christel Hell, RPA-Veröag, RPP 2020/4

Zweites Fenster - Eine Tür geht auf

Das 2. Fenster der Kalender in unseren Kirchen öffnet sich auch hier auf der Homepage. Es zeigt eine Tür die ganz weit offen ist. Helles Licht dringt nach draußen. Alles Dunkel, alle Hindernisse sind erhellt. Das offene Tor lädt uns alle ein einzutreten, voller Hoffnung und Zuversicht auch wenn alle anderen Türen verschlossen sind.
Singt das Lied: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
Singt es für alle, deren Türen verschlossen sind.
Singt es hinein in unsere Zeit, die voller Angst ist, wo Abstand regiert und du die Gesichter hinter den Masken nur schwer erkennen kannst.
Singt es durch den Advent, denn Gott möchte zu uns kommen.
Geht ihm alle entgegen ins das helle Licht.
Das Tor ist offen. Gott hat sich uns gezeigt. Von ihm her fällt Licht in unser Leben.
Es ist Advent. Wir zünden die zweite Kerze an. Es soll heller werden in unseren Häusern, in unseren Familien, in unseren Herzen.
Jesus, wir warten auf dich.
Du bist das Licht für alle Menschen.
Komm, Herr Jesus, leuchte uns und mach uns alle froh!

Geistlicher Impuls unseres Diakons Jürgen Rottloff

Liebe Schwestern und Brüder,

wer kennt dieses Lied nicht? Wer kennt ihn nicht, über den das Lied singt? Hier können Sie das bekannte Nikolauslied sehen, hören und mitssingen.

www.youtube.com/watch

Es ist der heilige Bischof Nikolaus. Der Mann, der bei den Kindern bekannter ist als manch anderer Heilige. Aber mit ihm wurde und wird den Kindern auch viel Angst gemacht: ‚Der Nikolaus sieht und weiß alles, und wenn du es nicht machst, bekommst du von ihm nur eine Rute!‘
Das Lied erinnert mich an meine Kindheit und erinnert an die vielen staunenden und ‚ängstlichen‘ Gesichter im Kindergarten und im Hort. Die Kinder haben auf den Nikolaus gewartet und mit dem Lied wurde der Nikolaus hereingesungen und gebeten, dass er seine Taschen öffnet und das Mitgebrachte an die Kinder verteilt.
In der Gemeinde St. Bernhard, Frankfurt in der ich tätig war, habe ich selber in den zu unserer Gemeinde gehörenden Kindergärten und Horten die gute Nachricht des Heiligen gebracht. Bereits im Vorfeld war ich bei den Kindern zu Besuch und habe mit ihnen gesprochen.
Was macht einen Heilig aus?
Was macht einen Bischof aus?
Wie unterscheidet er sich mit dem im umgangssprachlichen ‚Weihnachtsmann‘?
Warum denken wir auch heute noch an ihn und feiern ihn?
Was erzählt man sich über ihn?
Obwohl die Kinder wussten, dass ich dann ‚verkleidet‘ den Nikolaus am 6. Dezember spiele und ihnen die vorher gefüllten Socken zurückgab, waren sie voller Respekt und ängstlich zugleich.

Doch wer war der Heilige Bischof Nikolaus?
Nikolaus wurde zwischen 280 und 286 in Patara in der heutigen Türkei geboren. Mit etwa 19 Jahren wurde er zum Priester geweiht und wenig später zum Bischof von Myra in der Region Lykien ernannt; heute heißt dieser kleine Ort Demre und liegt etwa 100 Kilometer südwestlich der türkischen Großstadt Antalya. Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351.
Nikolaus von Myra soll ursprünglich in der Kirche St. Nikolaus im heutigen Demre bestattet worden sein. Der Überlieferung nach sollen italienische Seefahrer die Gebeine geraubt und im Jahr 1087 nach Bari in Süditalien geschmuggelt haben. Dort werden die Reliquien bis zum heutigen Tag in der Krypta der Basilika San Nicola von zahllosen Pilgern verehrt.

Doch was macht ihn so besonders, dass wir auch heute noch an ihn denken?
Nikolaus wird als Geschenkebringer angesehen. Das geht vor allem auf eine der zahlreichen Legenden des Heiligen zurück: Eines Nachts kam der Bischof am Haus einer Familie vorbei, die derart arm war, dass die drei Töchter ihr Geld als Prostituierte verdienen mussten. Damit die jungen Frauen dieses Tun beenden und heiraten konnten, warf Nikolaus drei Goldklumpen durch das Fenster des Hauses. Daher wird der Heilige in der Kunst heute oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt (Kindern erzählt man diese Legende etwas anders).

Warum stellen wir heute unsere geputzten Stiefel vor die Türe?
Was heute Stiefel oder Schuhe sind, waren früher kleine Papierschiffe. Denn der Stiefelbrauch hat sich aus der Tradition des sogenannten "Schiffchensetzens" entwickelt: Die Kinder bastelten in früheren Jahrhunderten aus Papier – oder anderen Materialien – kleine Schiffe, in die der Heilige am Nikolaustag die Geschenke legen sollte. Warum Schiffe? Der Legende nach rettete der Bischof in Not geratene Seeleute vor dem Tod, indem er einen schweren Sturm auf dem Meer stillte. Aufgrund dieser Wundergeschichte wurde Nikolaus zum Schutzpatron der Seefahrer – und das Schiff zu einem Attribut des Heiligen in der Kunst. Später ersetzte man allerdings die gebastelten Nikolaus-Schiffchen durch Schuhwerk, Strümpfe oder auch den Gabenteller.

Der heilige Bischof Nikolaus ist einer der wenigen Heiligen, der uns mit seinem Brauchtum die Adventszeit erhellt. Freuen wir uns, wenn wir ihn in diesen Tagen sehen, vielleicht hat er auch für uns ‚Apfel, Nuss und Mandelkern‘ bereit.

© congerdesign; pixabay
© Sarah Frank; pfarrbriefservice.de

Lenni und der Nikolaus

Lenni ist 9 Jahre alt und ein Junge wie viele anderen auch. Er lernt nicht gerne, räumt sein Zimmer nicht auf, sitzt viel zu oft vor seinem Computer und ist recht faul. Er ist ein begeisterter Fußballspieler und spielt schon einige Jahre im Verein als Stürmer. Sein Traum ist es, später einmal Profi zu werden.
Bald geht er zur Erstkommunion und der Unterricht macht ihm überraschender Weise viel Spaß. Er denkt viel über die guten Taten von Jesus nach.

Ende November riecht es zu Hause immer besonders gut. Mama backt Weihnachtsplätzchen. Als Lenni noch kleiner war, half er sehr gern dabei. Nun sitzt er lieber vor dem Computer und spielt.
Bald ist Nikolaustag. Lenni bekommt zu Nikolaus immer Geschenke, manchmal ein Computerspiel oder neue Fußballschuhe und natürlich Süßigkeiten.

An einem Abend beim Abendbrot fragt Lenni seine Mutter: „Mama, kannst du dieses Jahr ein paar Plätzchen mehr backen? Ich helfe dir auch dabei.“
Erstaunt schaut seine Mutter ihn an: „Klar, wenn du willst.“
Lenni nickt und kaut versonnen sein Brot. Die Eltern schauen sich an, Papa zuckt mit den Schultern und fragt: „Lenni, ist was?“
Lenni antwortet: „Ich wünsche mir zu Nikolaus Fußballschuhe, Größe 34.“
Die Mutter ist überrascht: „Die sind dir doch zu klein.“
Der Vater sieht Lenni an und fragt behutsam: „Lenni, ist alles gut? Du schaust so bedrückt.“
„Wir haben einen neuen Jungen im Fußball, der hat total kaputte Schuhe an, aber seine Eltern haben kein Geld für neue. Ich wünsche mir die Schuhe für ihn.“
Die Eltern sehen sich gerührt an, was für ein toller Junge ist ihr Lenni.
„Aber Lenni, gerade solche Menschen sind oft sehr stolz und wollen keine Geschenke von fremden Menschen,“ sagt Papa.
„Das weiß ich“, antwortet Lenni. Aber ich dachte mir, ich kaufe einen Schokoladennikolaus von meinem Taschengeld und wir legen Mamas Plätzchen dazu. Dann kann der Nikolaus alles zusammen mit den Schuhen dem Jungen schenken. Wenn der Nikolaus die Geschenke bringt, dann darf man sie doch annehmen, oder?“

Der Herr wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.

Vgl. Jes 30, 19.30
Jürgen Rottloff
Diakon
Buchenstraße 165795Hattersheim
Tel.:06190 88816320
Fax.:06190 8879525

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